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Historie

Schloss Friedhofen in St. Peter-Freienstein ob Leoben, einer der ältesten Hammerherrensitze der Steirischen Eisenstraße, wurde 1530 erstmals urkundlich erwähnt. Der Renaissancebau blickt auf eine wechselvolle Geschichte, zahlreiche bekannte steirische Familien als Besitzer und die unterschiedlichste Verwendungsart zurück. So wurde 1771 der damalige Besitzer Leopold von Ziernfeld sechs Monate auf Friedhofen gefangen gehalten, weil er einen seiner Müller zu Tode geprügelt hatte.

Unser Erzherzog Johann, friedvoller und kreativer, übernachtete nicht nur in Friedhofen, sondern half zu beider Zufriedenheit der Köchin beim Salat anmachen. Auch Katharina Schratt, die Vertraute des Kaisers Franz-Joseph, war hier auf Sommerfrische.

Der bescheidene Tourismus der vergangenen Jahrhunderte, wie auch die hier erzeugten Hämmer, Sicheln und Klingen, die bis nach Konstantinopel exportiert wurden, sind Geschichte.

Seit 1856, in der fünften Generation, ist Friedhofen im Besitz unserer Familie. Unsere Tante, Frau DDr. Gertraud Aubell, hat mit Hingabe und großem persönlichen Einsatz über nahezu 50 Jahre die Schritte in eine Zukunft getan, die es ermöglichen, das Schloss für uns und unsere Umgebung zu erhalten.

Gegenwart und Zukunft

Das Gut Friedhofen ist ein wunderschöner, repräsentativer Eingang zur Steirischen Eisenstraße mit seinen montanhistorischen Sehenswürdigkeiten, mit der herrlichen Bergwelt und mit dem vielfältigen kulturellen Angebot an den einzelnen Orten.

Die ständige montanhistorische Ausstellung:
  - Schwarzgezähesammlung Bauer aus dem Tollinggraben
  - Salzgezähe Winfried Aubell
  - Markscheideinstrumente der Montanuniversität Leoben
  - Grubenlampen aus aller Welt, Sammlung von Wallthor

wurde, beginnend im Jahre 2002 unter der wissenschaftlichen Mitarbeit von Dr. Mittersteiner und Mag. Leitner-Böchzelt nach neuen Gesichtspunkten aufbereitet. Die architektonische und grafische Gestaltung lag bei dem Architekturbüro Prof. Szyszkowitz und Prof. Kowalski.

Unser Bestreben geht allerdings über die Präsentation von interessanten alten Werkzeugen hinaus. Die Räumlichkeiten und das gesamte Ambiente des Schlosses sollen Stätte der Begegnung sein:
  - Musik und Gesang werden durch die außergewöhnliche Akustik
des Schlosses und seiner Räume besonders zur Geltung kommen.
Örtliche Vereine und auswärtige Künstler wollen
wir einladen bei uns zu musizieren.
  - Sprechtheater und Lesungen. Örtliche Laiengruppen haben
Friedhofen als Spielstätte bereits entdeckt und schönen Zuspruch erhalten.
Mit Dorothea Steinbauer und Wolfgang Dobrovsky wollen wir
in den nächsten Jahren Werke der Deutschen Klassik aufführen.
  - Ausstellungen für Künstler und Kunsthandwerker dürfen nicht fehlen.
  - Feste aller Art im Schloß, ob karitativ, kommerziell oder privat.
  - Und die Arbeit soll auch nicht zu kurz kommen: Seminare, Tagungen, Symposien.

Bauer, Bergmann und Begegnung in Gut Friedhofen, vielleicht eine gute Art den Alltag schöner zu gestalten.

Die Kapelle

Die Kapelle mit der reichhaltigen Stuckdecke aus dem 17. Jhdt., war und ist Ort für Trauungen und Taufen.

In den 50ziger Jahren mühevoll restauriert, die Ornamente und Verzierungen wurden mit Brot freigelegt, was Generationen vorher mit Farbe und Kalk zudeckten.


Der Rosengarten

Der Rosengarten lädt ein zum Verweilen und zum Bewundern der schönen, gepflegten Gartenanlage.

Die Blumen sind für Andrea Aubell mehr als nur Zierde.


Der Arkadenhof

Der Arkadenhof, mit den alten, handgeschlagenen Ziegeln ist nicht nur Blickfang. Hier finden schöne Feste, Konzerte und Sprechtheater statt.


Gut Friedhofen in der angehenden Dämmerung aus der Südansicht mit dem „Zwieberl“ einem Glockenturm mit einer funktionierenden Uhr, die bisweilen vor der Kirchenglocke Peter und Paul schlägt, aber da gibt es keinen Wettstreit, das ist die Technik.


©2004 Gut FRIEDHOFEN - St. Peter-Freienstein